Haben Sie vermeintlich verfallenen Urlaub aus früheren Jahren?


Jan Scholand

22.02.2019

Arbeitsrecht aktuell. In Göttingen, Kassel & bundesweit.

Eine Grundsatzentscheidung des höchsten deutschen Arbeitsgerichts in Erfurt sorgt dafür, dass der Urlaub vieler Arbeitnehmer*innen aus vergangenen Jahren möglicherweise doch nicht verfallen ist – und nun gegebenenfalls eine entsprechende Zahlung als Abgeltung des Resturlaubs verlangt werden kann.

Bereits im letzten Jahr hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in zwei Entscheidungen einem automatischen Urlaubsverfall den Riegel vorgeschoben (Wir berichteten am 15.01.2019). Nun wurde das EU-Recht mit einer Grundsatzentscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in deutsches Recht umgesetzt. Demnach müssen Arbeitgeber die betroffenen Beschäftigten darüber aufklären, dass ihr Urlaub verfällt, wenn er nicht aus freien Stücken genommen wird. Wurde der/ die betroffene Arbeitnehmer*in hierüber nicht informiert und kein Urlaubsantrag gestellt, ist der Urlaub nicht verfallen und es kann nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Abgeltung – also eine Zahlung – verlangt werden.

In dem Fall, der dem BAG zur Entscheidung vorlag, hatte der betroffene Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch 51 Urlaubstage, für die er vor Gericht eine Abgeltung in Höhe von rund 12.000,- € verlangte.

Beschäftigten wird daher empfohlen, ihre Urlaubsansprüche aus vergangenen Jahren prüfen zu lassen.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. 

Hentschel Rechtsanwälte

-Arbeitsrecht für Arbeitnehmer-





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